Das Leben in Bullabü

So jetzt ist es doch soweit und ich beginne das bloggen. Gestern noch las ich den Satz: „Heute hat doch jeder Volldepp hat einen Blog“ und musste dabei herzlich lachen, heute schon veranlassen mich aktuelle Geschehnisse dazu mitzumachen.

Mutter bzw. Elternteil eines Kindes zu sein ist eine wunderbare, häufig lustige, manchmal auch anstrengende Sache. Man lernt nicht aus und beginnt Dinge anders zu sehen, anzugehen und sich zurückzunehmen. Alles für Kindeswohl! Die Betreuungssituation in Deutschland ist Angst einflößend. Meist beginnt das Elternleben, noch in der Schwangerschaft, mit der Frage, wer das Kind betreut wenn man nach einem Jahr wieder raus in die „Zivilisation“, weg von Kinderbrei und Windeln wechseln, möchte. Ich habe bestimmt keinen Grund zur Klage, denn ich hatte was das betrifft viel Glück, aber irgendwie ist es immer noch nicht gesellschaftstauglich, noch vor dem 3. Lebensjahr wieder in den Alltag einzusteigen. Und ist man dann mal drin, kommen andere Hindernisse dazu. Fieber hier, Magen-Darm da und dann noch die Eltern anderer Kinder. Nein, ich wollte kein Erzieher sein und mir das täglich antun. Ich habe wirklich Respekt vor deren Arbeit und der Belastung die man dabei erlebt. So weit zum Leben in Bullabü.

Ja, andere Eltern können manchmal richtig ätzend sein und dann lässt sich der Frust selten im stillen Kämmerlein bewältigen, sondern zwingt einen regelrecht dazu, ihn rauszubrüllen.

Heute war wieder so ein Tag. Deshalb muss ich jetzt brüllen! Denn wie wir seit heute von Lisas Mutter wissen ist unsere Tochter Marie eine fiese Schlägerin und an allem schuld! Genau, so haben wir sie ja auch erzogen! Damit sie anderen Kindern, absichtlich ins Auge schlägt! Und die Erzieherinnen schauen extra weg, damit sie andere vermöbeln kann.

Eltern die ALLES richtig und KEINEN Fehler machen sind mir echt die liebsten. Glücklicherweise haben Erzieher alles unter Kontrolle, nur „Alles-richtig-mach-Eltern“ glauben das nicht und dulden keine Widerworte.  Wenn dann noch die Wahrheit auf den Tisch kommt, wird es schwer ruhig zu bleiben.  Egal auf welcher Seite man sich dabei befindet. Mich lasse ich dabei nicht aussen vor. Gut, dass ich nicht dabei war und Papa Marie wie jeden Morgen in den Kindergarten brachte. So konnte „Daddy Cool“ mächtig Eindruck bei den Erziehern hinterlassen, weil er sich alles angehört, gelächelt und kein Wort dazu gesagt hat. Denn mit Daddy Cool wollte Lisas Mutter nicht sprechen. Warum nur?

Ich kann seit heute nur empfehlen den Erziehern und deren Eindruck zu vertrauen. Denn sollte ein wirklich ernstes Problem vorliegen, wird man bestimmt von ihnen darauf angesprochen, beraten und wenn nötig unterstützt und das im Sinne des Kindes.

Jetzt schauen wir erstmal was die nächsten Tage noch bringen. Die Erzieherin Frau K. meinte da kommt bestimmt noch was, denn wir wären jetzt einfach nur ein neues „Ärgernis“ in den Augen von Lisas Mutti, denn einer muss ja schuld sein, an den Schrammen ums Auge! Lisa jedenfalls nicht.

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Eine Antwort zu Das Leben in Bullabü

  1. miriam schreibt:

    ich empfehle den film „gott des gemetzels“ , der behandelt genau die von dir geschilderte thematik.

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